Zwei Jahre “Bündnis für Brandenburg”

Das „Bündnis für Brandenburg“ hat sich als Motor und Förderer der Integrationsarbeit in Brandenburg etabliert. Auf einem Festakt am 20. November mit rund 200 Gästen zum zweijährigen Gründungsjubiläum sagte Ministerpräsident Dietmar Woidke: „Das Bündnis mit seinen vielen Partnern hilft, damit zu uns geflüchtete Menschen neue Lebensperspektiven erhalten. Und zugleich stellt es sich jenen entgegen, die mit Hass versuchen, die Gesellschaft zu spalten oder Gewalt ausüben“. Das Bündnis wurde am 15. November 2015 mit der Unterschrift von 30 Erstunterzeichnern gegründet.

Der Veranstaltung in Potsdam war das 6. Dialogforum "Willkommen in Brandenburg" vorausgegangen. Teilnehmer, darunter zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus vielen Regionen des Landes, tauschten sich über ihre Erfahrungen in der Arbeit mit Geflüchteten aus und diskutierten künftige Herausforderungen.

Sozialministerin Diana Golze ging in ihrer Rede vor dem Forum auf die gesellschaftlichen Implikationen von Zuwanderung ein: „Zuwanderung bedeutet eine dauerhafte Veränderung, auch für das Land Brandenburg. Es geht um Vielfalt. Integration heißt, dass sich bisher Fremde auf die deutsche Kultur zubewegen und diese Kultur damit zugleich bereichern." Zudem mahnte sie: "Wir dürfen nicht zulassen, dass Populisten Ängste schüren und verschiedene Gruppen unserer Gesellschaft mit falschen Behauptungen gegeneinander ausspielen."

Das „Bündnis für Brandenburg“ unterstützt das kommunale Engagement zur Integration geflüchteter Menschen unter anderem mit Regionalbudgets. Landkreisen und kreisfreien Städten stehen dafür Mittel bis zur Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung. Die Landesregierung unterstützt die Arbeit von ehrenamtlichen Willkommensinitiativen finanziell und mit Fortbildungen. Für die Förderung der Initiativen sind im Haushalt der Integrationsbeauftragten jährlich 200.000 Euro veranschlagt. Mit zusätzlich jeweils 500 Euro unterstützt die Integrationsbeauftragte in diesem Jahr Weihnachtsinitiativen mit Geflüchteten.

Derzeit leben rund 34.000 Menschen in Brandenburg, die vor Krieg, Gewalt und Verfolgung aus ihrer Heimat geflohen sind. Angesichts der großen Herausforderung bei der Aufnahme und Integration wurde vor zwei Jahren das „Bündnis für Brandenburg“ ins Leben gerufen. Es ist ein Zusammenschluss von Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Politik, Verbänden, Kirchen und Initiativen. Zum gegenseitigen Austausch der Akteure in der Integrationsarbeit wurden vom Bündnis die Dialogforen ins Leben gerufen, die sich den Themenfeldern Bildung, Arbeit, Ehrenamt und Religion widmen.

Insgesamt werden jährlich für die Arbeit des Bündnisses Landesmittel in Höhe 1,67 Millionen Euro für regionale und landesweite Projekte zur Verfügung gestellt. (Quelle: Bündnis für Brandenburg)

Zurück