"Diskriminierung - allgegenwärtiger als mensch denkt?!"

Foto: Markus Spiske/Unsplash

Zu einem Online-Seminar in vier Teilen lädt die Stadt Luckenwalde gemeinsam mit den Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie (RAA) für Februar und März ein. RAA-Regionalreferent Rainer Spangenberg und Luckenwaldes Gleichstellungsbeauftragte Anke Habelmann werden mit Interessierten über Diskriminierung nachdenken, die in unserem Alltag wesentlich häufiger anzutreffen ist, als vielen bewusst ist.

Diskriminierung wird nicht selten mit rassistischer oder gar rechtsextremer Anfeindung,
Hetze oder gar Gewalt gleichgesetzt – oder etwas weiter gefasst mit bösartigem,
offensichtlich und gewollt abwertendem Verhalten gegenüber Angehörigen benachteiligter
Gruppen. Gleichzeitig sind viele Menschen, die Diskriminierung ablehnen und sich nicht
diskriminierend verhalten wollen, verunsichert, wo diese eigentlich anfängt – zum Beispiel
in der Sprache, bei gar nicht „böse gemeinten“ Begriffen, Redewendungen oder Fragen.

Rahmenbedingungen – Zielgruppe – Inhalte und Arbeitsformen:

Dieses für die Teilnehmenden kostenlose Online-Seminar (über die Videokonferenz-Plattform Zoom) richtet sich an beruflich und/oder ehrenamtlich Interessierte.

Es bietet eine Gelegenheit zur Auseinandersetzung mit vielschichtigen, zum Teil „subtilen“
bzw. unbewussten Formen von Diskriminierung, mit deren Grundlagen, Mechanismen und
Wirkungen, zur Stärkung der eigenen Sensibilität für diskriminierende Verhaltensweisen,
Routinen und Verhältnisse und zur Erhöhung der Handlungsfähigkeit demgegenüber.

In den beiden ersten, dicht aufeinander folgenden Teilen werden wir uns – interaktiv und
ausgehend von unseren sicher unterschiedlichen persönlichen Zugängen zu dieser
Thematik – mit einem differenzierten Diskriminierungs-Verständnis auseinandersetzen,
das nicht nur die Ebene individuellen zwischenmenschlichen Verhaltens umfasst.
Außerdem wird es eine Information zum bestehenden rechtlichen Diskriminierungsschutz,
vor allem im Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG), geben.

In den beiden – jeweils mit einwöchigem Abstand – folgenden Teilen soll es (im dritten)
um das Thema „Diskriminierung und Sprache – nicht diskriminierender Sprachgebrauch“,
um die Perspektive von Diskriminierung und speziell Rassismus in besonderem Maße
betroffener Menschen sowie (im vierten Teil, Anfang März) um eigene Erfahrungen der
Teilnehmer*innen mit und konkrete Handlungsansätze gegenüber Diskriminierung gehen.

Zu diesen Themen werden wir in einer wertschätzenden Atmosphäre und in
abwechslungsreicher Form – mit interaktiven Elementen, Vortrags-Impulsen, Austausch in
Kleingruppen und Plenumsgespräch-Phasen – arbeiten. Zwischen den einzelnen Teilen
wird es Anregungen zur individuellen Reflektion oder zu ergänzender Lektüre etc. geben.

Der genaue Ablauf und inhaltliche Schwerpunkte werden auf der Grundlage von
Zwischen-Feedback (Rückmeldungen zu Gelungenem, Verbesserbaren und Wünschen)
in und mit der Seminar-Gruppe abgestimmt. (Anke Habelmann/Rainer Spangenberg)


Seminarprogramm
Rainer Spangenberg im Gespräch,  "Um nicht zu diskriminieren, muss ich mir meiner Vorurteile bewusst sein"

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