Auszeichnung für Jugendorganisation Amaro Drom

Die interkulturelle Jugendorganisation Amaro Drom erhält in diesem Jahr den Preis der Lars Day-Stiftung, mit dem Erinnerungsarbeit ausgezeichnet wird. Dem Berliner Jugendverband gehören Roma und Nicht-Roma an. Das Ziel ist, junge Leute für politisches und gesellschaftliches Engagement zu gewinnen und zu fördern.

 

Dabei spielt insbesondere die Erfahrung von Roma und Sinti eine Rolle. Die Arbeit wird auch vom Bundesprogramm "Demokratie leben!" unterstützt.

Im Gedenken an den Genozid an den europäischen Sinti und Rom organisiert Amaro Drom (Unser Weg) im Rahmen des Projekts Dikhen amen! jährlich die Jugendbegegnung "Dikh angle! Nach vorne schauen!". Die Auseinandersetzung mit der eigenen Familien- und Verfolgungsgeschichte ermöglicht jungen Roma und Sinti nach Darstellung des Verbandes ein besseres Verständnis des aktuellen Rassismus und die Entwicklung von Strategien der Gegenwehr.

Die Lars Day Stiftung wurde 2001 von der deutsch-amerikanischen Familie Day gegründet. Seit 2016 vergibt sie zusammen mit den Akademieprogrammen des Jüdischen Museums Berlin die Auszeichnung. Über die Preisvergabe entscheidet ein Beirat aus Experten aus Wissenschaft, Schule, Kunst und politischer Bildung. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.

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