Atlas der Zivilgesellschaft

Um es vorwegzunehmen: Der Handlungsraum für Initiativen, Organisationen, Vereine und Einzelpersonen, die sich für und in der Zivilgesellschaft einsetzen, schrumpft weltweit immer stärker. Wer sich für bürgerliche und politische Rechte engagiert, für demokratische Verhältnisse und eine offene Gesellschaft mit Meinungs-, Versammlungs- und Vereinigungsfreiheit einsetzt, der ist in immer mehr Ländern gefährdet.

Zu diesem Ergebnis kommt die evangelische Entwicklungshilfe-Organisation Brot für die Welt in ihrem im Februar 2019 veröffentlichten „Atlas der Zivilgesellschaft – Report zur weltweiten Lage“. Die Aussagen stützen sich auf Analysen von „Civicus“, einer Weltallianz zur Bürgerbeteiligung.

Eine unabhängige, lebendige und kritische Zivilgesellschaft, so Brot für Welt, ist immer Ausdruck einer vielfältigen und demokratischen Gesellschaft und notwendig für eine nachhaltige und soziale Entwicklung. In sieben von acht Staaten der Erde sei die Freiheit jedoch stark oder sehr stark eingeschränkt. Der schrumpfende Handlungsraum der Zivilgesellschaft sei allerdings „nicht nur im globalen Süden, sondern auch in einzelnen Mitgliedsländern der Europäischen Union, wie in Ungarn, zu beobachten“.

Auch auf EU-Ebene gebe es Versuche, unliebsamen Nichtregierungs-Organisationen den Finanzhahn zuzudrehen, heißt es in der knapp 70-Seiten starken Publikation, die mit zahlreichen Grafiken einen anschaulichen Vergleich zwischen den Staaten im Blick auf ihre zivilgesellschaftlichen Freiheiten ermöglicht.

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